ORF. NICHT. Wie wir.

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Der neue Claim der ORF-Dachmarkenkampagne, “ORF. WIE WIR.” , zu hören und zu sehen in sämtlichen Medien – TV, Radio, Internet, Plakatwände, Inserate, etc. – wird seit 15. Mai 2013 publiziert und soll, so die offizielle Aussendung, das ORF-Publikum widerspiegeln.

Die Idee dahinter ist nicht schlecht, die Ausführung dagegen schon.
Kritik kommt unter anderem aus den eigenen Reihen.

ORF-Stiftungsrat Franz Küberl wünscht sich “[...] eine breitere Neuauflage, die die Vielfalt der in Österreich Lebenden abbilde.” So sei “[...] nur die Hälfte der Republik widergegeben”. (DER STANDARD, 4.6.2013)

Im Alltag ohnehin häufig Diskriminierte finden sich in der Kampagne nicht wieder. Man sieht weder Personen mit Migrationshintergrund, Kranke, Menschen mit Behinderung, besonders Alte oder gebrechliche Personen oder eine andere Abweichung vom folgenden Stereotyp: jung, gesund, weiß, heterosexuell, katholisch
Das war und ist wohl das Idealbild der Verantwortlichen der ersten Kampagnenversion.
Ein bisschen mehr Realitätsnähe wäre wünschenswert, auch wenn es für einige Verantwortliche offensichtlich bedeuteten wird, mutig über den eigenen Schatten springen zu müssen.

Wir hoffen inständig, dass sich etwas im Falle eine Neuauflage ändert. Ein mögliches Beispiel hätten wir auch schon parat.

 

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